Germanen und Römer
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Germanen
und
Römer

ein Online-Lexikon
von Wolf Mittag

Lexikon: Germanen und Römer: Inhalt
Vorgeschichte: Herkunft der Germanen, Kelten und Römer
Die Kelten, Nachbarn der Germanen
Die Römer, Beherrscher der bekannten Welt
Rom unter Augustus, dem ersten Kaiser
Die Germanen
Siedlungsraum und Nachbarvölker
Germanische Stämme
Germanische Siedlungen und Dörfer
Häuser
Aussehen
Kleidung
Waffen und Kriegsrüstung der Germanen
Lebensweise
Nahrung
Nahrung bei den Römern
Körperpflege
Gesundheit
Landwirtschaft
Handwerk
Handel
Währung und Preisbeispiele
Besitz
Sprache der Germanen: Herkunft und Erbe
Gesellschaft und Staat
Sippe
Rolle der Frau
Unfreie
Adel
Gefolgschaft
Die heidnische Religion
Die wichtigsten germanischen Götter
Zauberei
Kunst und Kultur der Germanen
Ansichten der Kulturvölker über die Barbaren
Sklaverei im Römischen Reich
Krieg
Römische Legionen
Römische Eroberung Germaniens
Römische Herrschaft über Germanien
Scheitern der römischen Herrschaft über Germanien
Folgende Jahrhunderte: Blüte und Niedergang des Römischen Reiches
Literaturempfehlungen
Impressum
Historisches Computerspiel Teudogar und das Bündnis mit Rom

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by Wolf Mittag.
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Vorgeschichte: Herkunft der Germanen, Kelten und Römer

Bis etwa 10.000 v.Chr. herrschte die letzte Eiszeit: Die Menschen in Europa lebten von der Jagd, und folgten in der kalten Steppenlandschaft den großen Viehherden.

Mit dem Ende der Eiszeit entstanden in Europa endlose Laubwälder. Die Viehherden verschwanden, und die Menschen mußten sich auf überwiegend pflanzliche Nahrung oder auf die Jagd nach kleineren Einzeltieren umstellen. Um 8.000 v.Chr. wurde im Nahen Osten der Ackerbau erfunden; ab etwa 4.000 v.Chr. betrieb man auch in Europa Ackerbau. Damit wurde erstmals eine seßhafe Lebensweise möglich, bei der eine größere Zahl von Menschen über einen langen Zeitraum zusammenlebte.

Langsam entwickelte sich eine gewisse Kultur. Die Verwendung von Bronzewerkzeugen (in Europa ab etwa 2.000 v.Chr.) ermöglichte das Roden von Wäldern und die Ausweitung der Landwirtschaft. Da Kupfer und Zinn, die Bestandteile von Bronze, nicht überall vorkamen, entwickelten sich im Laufe der Zeit rege Handelsbeziehungen, die auch den Austausch von Wissen förderten.

Vermutlich sind die späteren Völker der Römer, Kelten oder Germanen aber nicht an den Orten entstanden, wo ihre Vorfahren das erste Mal gesiedelt hatten, sondern sind erst in einer Einwanderungswelle ab 2.000 v.Chr. nach Europa gekommen:

Weil die Sprachen der Germanen, Slawen, Kelten, Römer, Griechen, Perser und Inder so viele Übereinstimmungen in Wortschatz und Grammatik haben, nimmt man heute an, daß sie von einer gemeinsamen indo-europäischen Grundsprache abstammen, die vermutlich von einem gemeinsamen Grundvolk gesprochen wurde.

Die ursprüngliche Heimat dieses vermuteten Volkes war möglicherweise die zentralasiatische Steppe. Um 2000 v.Chr. siedelten sie zwischen Mitteleuropa und Südrußland. Von dort zogen die späteren Hethiter nach Kleinasien, die späteren Frühgriechen ins spätere Griechenland, und um 1500 v.Chr. die Arier nach Indien.

Alle diese Stämme hatten gewisse gesellschaftliche Züge gemeinsam: Sie waren vaterrechtlich in Großfamilien organisiert; sie lebten überwiegend von der Viehzucht (Rinder, Pferde); ihr oberster Gott war meist ein Himmels- oder Lichtgott wie später Jupiter oder Zeus oder Ziu oder Ahura Masda.

Ab etwa 1000 v.Chr. hatten sich die verschiedenen indoeuropäischen Stämme in ihren neuen Heimatländern etabliert, sich mit den einheimischen Völkern vermischt, und sich im Laufe der Zeit immer weiter auseinander entwickelt.

Ab 500 v.Chr. war die große Zeit der (indoeuropäischen) Griechen: Das demokratische Athen war reich, mächtig und die Heimat der Wissenschaft und Kunst.

Die (indoeuropäischen) Stämme der Latiner und Sabiner bildeten dagegen mit ihrer Stadt Rom nur einen kleinen, bäuerlichen Stadtstaat neben vielen anderen: Es sollte noch Jahrhunderte dauern, bis Rom eine Weltmacht würde.

Der größte Teil Nordeuropas war von den (indoeuropäischen) Kelten (Galliern) besiedelt. Die (indoeuropäischen) Germanen waren den Kelten noch so ähnlich, daß man sie kaum als eigenständiges Volk bezeichnen konnte.

Erst ab etwa 300 v.Chr. scheinen sich die Germanen deutlich von den Kelten zu unterscheiden. Ihr Siedlungsgebiet ist vor allem der Norden des heutigen Deutschlands und Polens bis Skandinavien.









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