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| Die Kelten, Nachbarn der GermanenDie Kelten waren die reichen und kultivierten Nachbarn und Verwandten der Germanen im Westen und Süden. Sie siedelten ab 1500 v.Chr. im heutigen Frankreich und Süddeutschland, seit 600 v.Chr. auch in Britannien, Spanien und Norditalien, seit 300 v.Chr. sogar in Kleinasien (heutige Türkei).
Seit etwa 200 v.Chr. gab es bei ihnen Städte mit bis zu 20.000 Einwohnern. Der Adel scheint bei ihnen eine übermächtige Stellung besessen zu haben.
Von den Griechen übernahmen die Kelten schon früh die Münzprägung und die Schrift. Sie waren vorzügliche Handwerker und Erfinder: Das Kettenhemd haben die Römer vermutlich von den Kelten übernommen, ebenso die Form des typischen Legionärshelmes.
Die keltischen Priester mußten eine 20jährige Ausbildungszeit absolvieren und galten auch den Römern und Griechen als hochgebildet.
Im Krieg waren keltische Stämme den südlichen Völkern oft überlegen: 387 v.Chr. besiegten die keltischen Senonen unter ihrem König Brennus ('Wehe den Besiegten!') das römische Heer und plünderten Rom. 279 v.Chr. plünderte ein anderer Keltenstamm das griechische Delphi.
Der Aufstieg Roms war ihr Niedergang: Das keltische Spanien, Norditalien, Südgallien und ganz Gallien wurden von den Römern erobert (218 bis 50 v.Chr.). Gleichzeitig wurden die Kelten von den Germanen immer weiter nach Süden und Westen gedrängt. Seit 50 v.Chr. bildete der Rhein die Grenze zwischen dem römischen Gallien und dem freien Germanien, und Römer und Germanen kamen erstmals in direkte Nachbarschaft.
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