| Siedlungsraum und NachbarvölkerVor 2000 Jahren war vermutlich das Gebiet zwischen Rhein, Donau und Weichsel von Germanen besiedelt, dazu Skandinavien; d.h., ein Gebiet, das den nordöstlichen Teil des heutigen Deutschlands sowie das heutige Polen, dazu das heutige Dänemark, Norwegen und Schweden und die heutige Tschechei und Slowakei umfaßte.
Westlich des Rheins befand sich Gallien (heutiges Frankreich), dessen keltische Stämme seit 50 v.Chr. unter römischer Herrschaft standen.
Südlich der Donau lag Rätien, das sich bis zum Alpenvorland erstreckte, auch von keltischen Stämmen besiedelt war, und seit 15 v.Chr. ebenfalls zum römischen Reich gehörte.
Östlich des von Germanen besiedelten Gebietes waren die Sarmaten (Rußland), Skythen (heutiges Kasachstan) und Daker (heutiges Rumänien).
Das Klima kam den Römern unerträglich vor: Cäsar spricht von 9 Monaten Winter und keinem Sommer. Tacitus meint, die Germanen müßten schon immer in Germanien gelebt haben - denn niemand würde sich freiwillig in so einem Land niederlassen.
Der größte Teil des Landes war von dichten Urwäldern bedeckt, meistens Mischwäldern mit Buche, Erle, Fichte, Kiefer und Linde. Daneben gab es Eichenwälder mit dichtem Unterholz, Lichtungen, Ebenen, Flußtäler und Seen, Heideflächen und zahlreiche ausgedehnte Sümpfe. In der Nähe der Siedlungen waren Ackerland und Weideflächen.
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