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| Germanische Siedlungen und DörferIm benachbarten Gallien (heutiges Frankreich) gab es seit etwa 200 v.Chr. Städte mit mehreren tausend Einwohnern, in Italien und Griechenland existierten seit Jahrhunderten Großstädte, und in Mesopotamien und Ägypten sogar seit Jahrtausenden.
Die Germanen lebten dagegen in Dörfern mit einer Einwohnerzahl von meistens nur 80 bis 100 Menschen: Ungeplante Siedlungen aus einzelnen Bauernhöfen mit Äckern und Gärten. Die Häuser standen oft so weit voneinander entfernt, daß römische Reisende die Siedlungen gar nicht mehr als Dörfer erkennen konnten, sondern meinten, es wohne jede Familie ganz für sich alleine.
Die einzelnen Häuser wurden von Großfamilien bewohnt, meistens 8 bis 10 Familienmitgliedern, Knechten und Mägden. Verwandte Familien bildeten eine Sippe. Ein Dorfverband bestand in der Regel aus mehreren größeren Sippen.
Neben diesen verstreuten Weilern gab es auch befestigte Dörfer, wo die Häuser zwangsläufig enger zusammenstanden. Andere Germanen lebten dagegen in völlig einzeln stehenden Gehöften. Die meisten dieser Siedlungen lagen in der Nähe von Flüssen.
Die Stammesgebiete waren sehr dünn besiedelt, nach heutiger Schätzung mit nur 5 bis 7 Einwohnern pro qkm (heutiges Deutschland: 230 Einwohner pro qkm, aber USA: auch nur 30 Einwohner pro qkm).
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