Germanen und Römer
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Germanen
und
Römer

ein Online-Lexikon
von Wolf Mittag

Lexikon: Germanen und Römer: Inhalt
Vorgeschichte: Herkunft der Germanen, Kelten und Römer
Die Kelten, Nachbarn der Germanen
Die Römer, Beherrscher der bekannten Welt
Rom unter Augustus, dem ersten Kaiser
Die Germanen
Siedlungsraum und Nachbarvölker
Germanische Stämme
Germanische Siedlungen und Dörfer
Häuser
Aussehen
Kleidung
Waffen und Kriegsrüstung der Germanen
Lebensweise
Nahrung
Nahrung bei den Römern
Körperpflege
Gesundheit
Landwirtschaft
Handwerk
Handel
Währung und Preisbeispiele
Besitz
Sprache der Germanen: Herkunft und Erbe
Gesellschaft und Staat
Sippe
Rolle der Frau
Unfreie
Adel
Gefolgschaft
Die heidnische Religion
Die wichtigsten germanischen Götter
Zauberei
Kunst und Kultur der Germanen
Ansichten der Kulturvölker über die Barbaren
Sklaverei im Römischen Reich
Krieg
Römische Legionen
Römische Eroberung Germaniens
Römische Herrschaft über Germanien
Scheitern der römischen Herrschaft über Germanien
Folgende Jahrhunderte: Blüte und Niedergang des Römischen Reiches
Literaturempfehlungen
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Historisches Computerspiel Teudogar und das Bündnis mit Rom

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Waffen und Kriegsrüstung der Germanen

Eiserne Waffen waren kostbar, selten und hochbegehrt als Kriegsbeute, denn die Germanen betrieben keinen richtigen Bergbau, sondern gewannen nur das Erz direkt unter der Erdoberfläche.

Die verbreiteteste Waffe waren Speere aus Eschenholz: 1,80 bis 2,40 m lang, mit einer kurzen und scharfen zweischneidigen Eisenspitze, zum Werfen ebenso geeignet wie zum Nahkampf.
Wer sich keine eiserne Speerspitze leisten konnte, härtete nur das zugespitze Holz im Feuer.

Schwerter waren sehr teuer. Bei den Germanen waren vor allem zweischneidige Langschwerter nach keltischem Vorbild üblich: 75 bis 90 cm lang, 4 bis 6 cm breit, mit einem Griff aus Bronze oder Eisen mit Griffschalen aus Holz oder Knochen. Diese Waffe war für den Hieb ausgerichtet.

Die römischen Legionäre trugen dagegen Kurzschwerter, 50 bis 55 cm lang, mit denen man vor allem zustoßen konnte. Damit waren sie den Germanen im Gedränge einer Schlacht oft überlegen, die für ihre größeren Waffen viel Platz zum Ausholen brauchten.

Äxte wurden selten als Waffe verwendet. Erst ab dem 3. Jh.n.Chr. waren Hieb- und Wurfäxte verbreitet.

Fast jeder Kämpfer trug einen Schild, um Schläge der Feinde abzuwehren. Ohne Schild hatte man kaum eine Chance, einen Kampf zu überleben.
Die germanischen Schilde bestanden aus Brettern aus Eichenholz, manche auch nur aus Weidengeflecht, häufig nicht einmal mit Leder bezogen. Oft waren sie bunt bemalt.

Weiterer Körperschutz war bei den Germanen unüblich: Nur wenige trugen Helme aus Metall oder Leder, kaum jemand besaß einen Panzer. Die Kunst der germanischen Schmiede war eher gering: Eiserne Helme oder Panzer mußten meistens importiert werden oder kamen als Kriegsbeute ins Land.
In einem Sumpf haben Archäologen einen Ringpanzer (Kettenhemd) aus über 20.000 kleinen Eisenringen gefunden: Um sich so etwas leisten zu können, mußte man sehr reich sein.

Der durchschnittliche Germane zog so gut wie nackt in die Schlacht, meistens nur mit einer Hose bekleidet, nur mit Speer und Schild angetan.

Ganz anders der römische Legionär: Er trug ein Kettenhemd, einen Eisenhelm, ein eisernes Kurzschwert, zwei Wurfspeere und einen eisengefaßten, beinahe mannshohen Schild. Damit hatte er gut 10kg Eisen am Körper, war also etwas unbeweglich, dafür aber äußerst gut geschützt. Diese Ausrüstung wurde in römischen Manufakturen einheitlich gefertigt. Was für die Germanen ein Luxusgut für Adelige war, konnte der römische Staat leicht jedem einfachen Soldaten zuteilen.









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