Germanen und Römer
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Germanen
und
Römer

ein Online-Lexikon
von Wolf Mittag

Lexikon: Germanen und Römer: Inhalt
Vorgeschichte: Herkunft der Germanen, Kelten und Römer
Die Kelten, Nachbarn der Germanen
Die Römer, Beherrscher der bekannten Welt
Rom unter Augustus, dem ersten Kaiser
Die Germanen
Siedlungsraum und Nachbarvölker
Germanische Stämme
Germanische Siedlungen und Dörfer
Häuser
Aussehen
Kleidung
Waffen und Kriegsrüstung der Germanen
Lebensweise
Nahrung
Nahrung bei den Römern
Körperpflege
Gesundheit
Landwirtschaft
Handwerk
Handel
Währung und Preisbeispiele
Besitz
Sprache der Germanen: Herkunft und Erbe
Gesellschaft und Staat
Sippe
Rolle der Frau
Unfreie
Adel
Gefolgschaft
Die heidnische Religion
Die wichtigsten germanischen Götter
Zauberei
Kunst und Kultur der Germanen
Ansichten der Kulturvölker über die Barbaren
Sklaverei im Römischen Reich
Krieg
Römische Legionen
Römische Eroberung Germaniens
Römische Herrschaft über Germanien
Scheitern der römischen Herrschaft über Germanien
Folgende Jahrhunderte: Blüte und Niedergang des Römischen Reiches
Literaturempfehlungen
Impressum
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by Wolf Mittag.
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Körperpflege

Die Bewohner der üppigen Stadt Rom pflegten jeden Nachmittag die prunkvollen öffentlichen Thermen zu besuchen: Marmorgeschmückte Schwimmpaläste mit Becken mit heißem, lauwarmem und kaltem Wasser, mit Sauna, Massageräumen und Schwimmbecken, seit Kaiser Nero auch mit angeschlossenen Sportstätten und Bibliotheken, mit Bordellen und Gärten, und mit Säulenhallen, wo die Badegäste den Vorträgen der Philosophen lauschen oder die neuesten Gerüchte erfahren konnten. Männer und Frauen badeten gemeinsam, obwohl sittenstrenge Kaiser dies manchmal verboten.

Derweil ging es in Germanien zwar spartanisch, aber ebenfalls reinlich zu: Die Germanen wuschen sich gewöhnlich jeden Morgen. Sie badeten oft in Flüssen. Wer genug Zeit (oder Sklaven) hatte, erhitzte Wasser für ein heißes Bad.

Seife ist eine germanische Erfindung, die sich binnen weniger Jahrzehnte im gesamten römischen Reich durchsetzte: Eine Mischung aus Wollfett, Pottasche und Soda. (Zuvor wusch man sich im Mittelmeerraum, indem man sich einölte und dann das Öl mit einer Art Spachtel abschabte.)

Viele germanische Männer rasierten sich mit Hilfe von eisernen Rasiermessern. (Seit Alexander dem Großen waren die meisten Griechen und später auch die Römer glattrasiert.) Übrigens kannte man noch keine richtigen Spiegel, sondern mußte mit polierten Metalloberflächen auskommen.

Beide Geschlechter trieben viel Aufwand mit ihrem Haar. Manche bleichten es, andere färbten es rot. Dazu wurden Mittel wie Kalk oder Pflanzensäfte oder Rötel gebraucht; Henna war noch unbekannt.
Nicht nur Frauen, sondern auch viele Männer trugen einen Kamm bei sich und kämmten sich oft.

Verbreitet war eine Art Pomade aus Butter, die aber leicht ranzig wurde. Noch um 470 n.Chr. meinte ein römischer Dichter, er könne in Gegenwart dieser übelriechenden Riesen keine Verse mehr schreiben.

Reichere Frauen rieben sich die Haut zur Pflege mit Butter ein. Schminke ist ein germanisches Wort; diese Sitte haben die Germaninnen nicht erst von den Römerinnen übernommen.

Viele Römer putzten sich die Zähne. Ob auch die Germanen Zahnpflege betrieben, ist unbekannt. Vermutlich hat die Zucker- und Säure-arme Nahrung die Zähne auch ohne Pflege einige Zeit erhalten. Alte Menschen waren aber fast immer zahnlos und mußten sich von Brei ernähren.









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