Germanen und Römer
Teudogar
Bücher
Links
Germanen
und
Römer

ein Online-Lexikon
von Wolf Mittag

Lexikon: Germanen und Römer: Inhalt
Vorgeschichte: Herkunft der Germanen, Kelten und Römer
Die Kelten, Nachbarn der Germanen
Die Römer, Beherrscher der bekannten Welt
Rom unter Augustus, dem ersten Kaiser
Die Germanen
Siedlungsraum und Nachbarvölker
Germanische Stämme
Germanische Siedlungen und Dörfer
Häuser
Aussehen
Kleidung
Waffen und Kriegsrüstung der Germanen
Lebensweise
Nahrung
Nahrung bei den Römern
Körperpflege
Gesundheit
Landwirtschaft
Handwerk
Handel
Währung und Preisbeispiele
Besitz
Sprache der Germanen: Herkunft und Erbe
Gesellschaft und Staat
Sippe
Rolle der Frau
Unfreie
Adel
Gefolgschaft
Die heidnische Religion
Die wichtigsten germanischen Götter
Zauberei
Kunst und Kultur der Germanen
Ansichten der Kulturvölker über die Barbaren
Sklaverei im Römischen Reich
Krieg
Römische Legionen
Römische Eroberung Germaniens
Römische Herrschaft über Germanien
Scheitern der römischen Herrschaft über Germanien
Folgende Jahrhunderte: Blüte und Niedergang des Römischen Reiches
Literaturempfehlungen
Impressum
Historisches Computerspiel Teudogar und das Bündnis mit Rom

Anmerkungen, Korrekturen, Kritik?
eMail-Formular

© 2003-2012
by Wolf Mittag.
All rights reserved.

Krieg

Die große Mühsal der Landwirtschaft ließ den Gewinn eines Sklaven oder den Raub von Vieh, Nahrung, Kleidung oder Waffen höchst verlockend erscheinen. Durch kurzfristige Tapferkeit und Gefahr konnte man sich langfristige harte Arbeit und häufige Not und Mangel ersparen oder erleichtern.

Diese Einstellung war nicht barbarisch, sondern auch bei den kultivierten Römern verbreitet, die aus den von ihnen unterworfenen Ländern hunderttausende von Sklaven und eine solche Kriegsbeute gewannen, daß ganz Italien jahrhundertelang von allen Steuern befreit war.

Auch Religion und Moral sprachen nicht gegen Krieg und Raub, eher im Gegenteil: Den Germanen galt nur der Tod auf dem Schlachtfeld als ehrenvoll, langsames Dahinsiechen war verächtlich. Man glaubte (wie auch viele andere Völker), der Kriegstote werde im Jenseits bevorzugt gegenüber den an Krankheit oder Altersschwäche Gestorbenen.

Bei einigen Stämmen gab es die Sitte, sich Haare und Bart solange wachsen zu lassen, bis man seinen ersten Feind getötet hatte. Tacitus: 'Feige und Kriegsscheue behalten ihr zottiges Aussehen.'

Andauernde Kriegführung gegen Nachbarstämme war der Normalzustand. Selbst wenn einmal Frieden herrschte, gab es meistens Fehden zwischen verfeindeten Sippen, die bewaffnet ausgetragen wurden. Die Waffenausbildung der Jugend ergab sich dabei von selbst.

Zog ein germanisches Heer in den Kampf, stellten sich die Krieger meistens in Keilform auf, an der Spitze der Heerführer mit seiner Gefolgschaft, dahinter Reihe um Reihe, immer breiter werdend: Je nach Anlaß und Stammesgröße waren mehrere tausend Mann versammelt. Brüder oder Väter und Söhne standen nebeneinander; wurde einer getötet, kämpften die anderen um so verbitterter, um ihn zu rächen.

Beim Angriff stimmte der Heerhaufen laute und wilde Schlachtgesänge oder Sprechchöre an, wobei die Männer ihre Schilde vor den Mund hielten, um den Schall zu verstärken; oft schlugen sie auch die Waffen rhythmisch auf die Schilde. Dieser tausendstimmige, gleichrhythmische Lärm minderte ihre eigene Furcht und ängstigte die Feinde.

Der Haufen stürmte los mit dem Ziel, den feindlichen Heerhaufen zu durchbrechen und in zwei kleinere Gruppen zu teilen. Gelang dies, lösten sich die beiden Heere in hunderte von Einzelkämpfen auf.
Wenn aber der Durchbruch scheiterte und der Haufen steckenblieb, hatten die Krieger ihren Schwung verloren und suchten ihr Heil oft in der Flucht. Gerade dabei wurden aber viele erschlagen. Wer die Flucht überlebte, war entehrt, denn es galt als furchtbare Schande, ohne Schild aus der Schlacht zu kommen (den warf man weg, um schneller flüchten zu können).

Am Ende war das Schlachtfeld leichenübersäht; das unterlegene Heer war geflohen oder erschlagen, das siegreiche Heer konnte seine Verwundeten versorgen, die Waffen und Wertsachen der Besiegten an sich nehmen, die eigenen Toten bestatten, und anschließend das Land der Besiegten ausplündern und verheeren, Frauen vergewaltigen, die Dörfer in Brand setzen und Gefangene als Sklaven nehmen.









Bücher über die Germanen kaufen
Neue und gebrauchte Bücher zu diesem Thema, aus dem umfangreichen Amazon-Katalog, mit zahlreichen Buchbesprechungen und Kritiken von Lesern.

Bücher über die Römer kaufen
Neue und gebrauchte Bücher zu diesem Thema, aus dem umfangreichen Amazon-Katalog, mit zahlreichen Buchbesprechungen und Kritiken von Lesern.

Computerspiel Teudogar und das Bündnis mit Rom kaufen
Dieses faktentreue historisches Rollenspiel versetzt Sie ins Germanien des Jahres 12 v.Chr., zur Zeit der römischen Eroberung, zu den Stämmen der Cherusker, Chatten und Sueben. Lernen Sie germanisches Alltagsleben aus eigener Anschauung kennen.